timing
Das Einhalten vorgebener Zeiten und der Umgang mit der Bordkarte sind Grundfähigkeiten eines Beifahrers, die mit zunehmender Erfahrung in Fleisch und Blut übergehen sollten. Vor dem Start einer Rallye notiere ich die inoffizielle Startzeit an der ersten Zeitkontrolle (auch bekannt als ZK0) mit einem Bleistift auf die Bordkarte. Ich schreibe grundsätzlich immer mit einem Bleistift, da sich so Fehler leichter korrigieren lassen. Bei Ankunft an der ZK0 übergebe ich die Bordkarte dem Sportwart, der mit einem Kugelschreiber die eigentliche Startzeit notiert und uns anschliessend auf den Weg schickt.
Von dieser eigentlichen Startzeit berechne ich, mittels einer vom Veranstalter vorgebenen Fahrzeit, die Zielzeit zur nächsten Zeitkontrolle, übergebe dem dortigen Sportwart wieder die Karte, der erneut die eigentliche Ankunftszeit und die vorläufige Startzeit der Wertungsprüfung einträgt. Vor dem Start der Wertungsprüfung wird diese Startzeit in die eigentliche Startzeit geändert. Von dieser Startzeit kann ich die nächste Zielzeit für den nächsten Kontrollpunkt bestimmen... und so weiter. Diese Prozedere wiederholt sich vom Start einer Rallye bis ins Ziel. Am Ende einer Rallye dokumentiert die Bordkarte alle angefahrenden Zeitkontrollen, die wir während der Rallye passieren mussten.
Während einer Rallye wird der Bordkarte eine ganz besondere Wichtigkeit zugeschrieben. Daher trage ich sie immer bei mir oder habe sie zumindest immer im Blick. Die Bordkarte ist, wenn man es genau nimmt, sogar wichtiger als das Fahrzeug, denn ohne Bordkarte kann man keine Rallye beenden. Wenn man sie verliert ist das Rennen sofort vorbei. Desweiteren müssen die von den Sportwarten eingetragenen Zeiten stets auf Korrektheit überprüft werden. Die meisten Fehler sind menschlicher Natur.
Das Eintragen und Handhaben mit der Bordkarte ist grundsätzlich Aufgabe des Beifahrers. Daher wird das ganze Prozedere mit den Sportwarten an den Zeitkontrollen durch meine Seitenscheibe abgewickelt (sprich rechts). Aber manchmal steige ich auch aus dem Fahrzeug aus, um die Schreibarbeit zu erledigen und schicke meinen Fahrer schon voraus. Das passiert insbesondere an der Zeitkontrolle vor der Einfahrt in den Servicepark, wo man die wertvollen 20 Sekunden, die man für die Vervollständigung der Bordkarte braucht, eher in die Mechanikerarbeit investiert. In der ersten Sekunde meiner Ankunftszeit winke ich meinen Fahrer in den Service und übergebe die Bordkarte dem Sportwart. Aus diesem Grund sieht man mich für gewöhnlich zu Fuss in den Service kommen.
Damit man diese Aufgabe gut und ohne Fehler meistern kann, braucht man eine gewisse Sorgfältigkeit und Detailorientierung. Sich zu versichern, dass die Bordkarte vollständig und korrekt ausgefüllt ist und immer an einem gesicherten Ort ist, hat oberste Priorität.
timing :: eng
The timing during a rally and in particular the time card mangement are crucial basics that become second nature to experienced co-drivers. At the beginning of a rally I note my driver's provisional start time at the opening Time Control (known as TC0) in pencil on the card. I always write in pencil, just in case I need to correct a mistake. Once at TC0, a Time Control marshal will write the actual start time on the card (in ink) and send us on our way.
From this actual start time, I calculate the target time for arrival at the next Time Control given by the official rally itinary, and present my card to the marshal there, who will write in the actual arrival time and add our provisional start time of the special stage. Before the start this time will be corrected into the actual start time. From this time I can calculate the target time for the next point. And so on. At the finish of a special stage I again present the time card to the marshal who will fill in the time we needed for the stage. This process continues from the start to the finish of the rally, with me carrying a written record of all the Time Controls we visited during the rally.
Once a rally is underway the time card becomes extremely precious and I keep it with me at all times. In rallying the time card is more important than the car because if you have no time card its impossible to complete the rally. And if you lose it the race is finished. Furthermore checking the times on the time card that are filled in by hand must always be checked of correctness. Most mistake are of human nature.
Usually the process of getting the time card filled in by a Time Control marshal is done through the window on my side (in general on the right). But sometimes I get out of the car to complete the paperwork, and send my driver and car on ahead. This happens especially at the Time Control before the Service Park, where the 20 seconds or so it takes to complete the card would be better spent on mechanical work. On the first second of the arrival minute, I present my card to the Time Control marshal and immediately wave my driver through. For this reason it's usual to see me walking into service.
To do this job well, co-drivers must be meticulous and detail-minded, and ensuring their time card is complete, accurate, and somewhere safe is a top priority.