Anfang vom Ende vom Anfang

Als ich das letzte Mal in einem Kart saß, fuhr ich bei einem Slalom Clubrennen auf dem Platz des früheren Avus-Fahrerlagers in Berlin. Damals noch mit einem dicken Polsterkissen im Rücken und dem alten Integralhelm meines Vaters, der wohl alle Wertungsprüfungen der DDR-Meisterschaft gesehen hat, mir viel zu gross war und sogar noch mit den Telefonelementen der selbstgebauten Gegensprechanlage ausgerüstet war, natürlich ohne Visier, war ja ein Rallyehelm.

Meine damalige Konkurrenz hatte durchweg schon Erfahrung und teilweise sogar eigene Karts gehabt. Meine ersten Erlebnisse mit Gas und Bremse machte ich auf einer Simson S50 in den Wäldern bei Bernau, übrigends mit dem selben Helm. Im Kartsport war ich aber absoluter Rookie und wurde während der ersten beiden Durchgänge auch glatt wegen Auslassens diverser Pylonentore disqualifiziert. Beim dritten Durchgang hat aber schließlich alles gepasst. Gut genug für einen 3. Platz, einen kleinen Pokal und einen stolzen Vater. Und das war es dann erst einmal... Fortan konzentrierte ich mich auf die Leichtathletik und den Langstreckenlauf, nicht weniger erfolgreich aber bedeutend strapaziöser und vor allem preiswerter.

Genau 20 Jahre später sass ich an diesem Wochenende wieder einmal in einem Kart. Als Erinnerung an diesen Tag bleiben eine Pole Position, die schnellste Rennrunde, ein Start-Ziel Sieg, eine kleine Selbstreflektion in die Vergangenheit und die kurze Frage: "Was wäre wenn?"

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Freunden bedanken, die dieses Rennerlebnis möglich machten. Es war ein wirklich tolles Geburtstagsgeschenk. Mein Dank gilt außerdem dem
Kartland in Reinickendorf für die perfekte Organisation.