Im Regen ohne Chance

Die Geschichte ist kurz erzählt... Der Himmel öffnete seine Schleusen und wir wurden nass. Ohne jede Chance auf den Gesamtsieg beim 5. Lauf der HJS Diesel Rallye Masters in und um Laichingen/Baden-Württemberg erreichten Thomas und ich den 4. Platz, verteidigten damit unseren 2. Platz in der Gesamtwertung und sind weiterhin beste HJS-Junioren.

Zu verhalten und vorsichtig gingen wir am Vormittag auf die ersten 4 Wertungsprüfungen (WP) und konnten bei Niederschlagsmengen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter das Tempo der Spitze nicht mitgehen. Auf der anderen Seite gingen wir, zur Freude unserer arg gebeutelten Kriegskasse, unter diesen schwierigen Bedingungen auch kein unnötiges Risiko ein und machten nichts am Diesel-Golf kaputt. Da alle anderen, die deutlich schneller als wir fuhren, aber auch keine Fehler machten, sollte uns dies für die Zukunft zu denken geben!

In Führung lagen zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaftsführende Björn Mohr, vor Vorjahresmeister Holger Knöbel (beide Opel) und Konstantin Keil im VW Golf. Wir lagen auf dem 5. Platz hinter unserem Hauptkonkurrenten um den Titel Bester HJS-Junior Johannes Fürst, den ich mit seinem Allrad-Subaru unter diesen widrigen Bedingungen eigentlich als unschlagbar eingestuft hätte. Zum Mittag deuteten sich jedoch Elektronikprobleme am Subaru an, die schliesslich in der Aufgabe endeten. Damit war der Weg für uns zu einem glücklichen aber auch undankbaren 4. Platz frei - von hinten drohte zu diesem Zeitpunkt bereits keinerlei Gefahr mehr.

Am Nachmittag lief es für uns bei weniger Regen beziehungsweise abtrocknenden Bedingungen etwas besser und wir konnten uns auf 4 WPs unter den Top 3 Dieselfahrzeugen platzieren. Schliesslich half aber auch dies nichts mehr, um noch etwas nach vorne ausrichten zu können.

Für mich bleibt als selbstkritisches Fazit:
Wir können mit unserer gezeigten Leistung nicht zufrieden sein. Ich sehe dies jedoch als Chance und durchaus auch als gutes Zeichen wieder einmal zu wissen, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen, um den hohen Anspruch den wir an uns haben in allen Belangen gerecht zu werden.